Parodontaltherapie

Parodontaltherapie

Parodontaltherapie

Parodontaltherapie

Parodontaltherapie

 

Parodontaltherapie

Parodontitis (Zahnfleischentzündung) -nicht nur ein lokales Problem- 

Parodontitis entsteht meist durch eine bakterielle Infektion. Für den Ausbruch und Verlauf dieser Erkrankung können diese jedoch nicht nur allein verantwortlich gemacht werden. Vielmehr spielen auch andere Umstände wie z.B. Allgemeinerkrankungen, Lebensführung und Ernährung, Nikotingenuss und auch eine familiäre Belastung eine Rolle. Im Zentrum stehen die Leistungen des Immunsystems. Bekanntlich werden rund 80% der Immunabwehr von Zellen innerhalb des Verdauungssystems, zu dem auch die Mundhöhle gehört, gebildet. Daran beteiligt sind neben den Tonsillen(Rachenmandeln) auch die Peyer?schen Plaques (Zellanhäufungen mit Abwehrzellen) des Dünndarms. 

Somit ist der Zustand des Weichgewebes der Mundhöhle oft auch ein Spiegel des gesamten Verdauungstraktes. Übersäuerung, Pilzbesiedlung des Darms, sowie eine Verschiebung der Keimbesiedlung, haben einen direkten Einfluss auf den Zustand der oralen Gewebe. Auch Unverträglichkeiten haben einen großen Einfluss auf die Entstehung einer Parodontitis. Dabei kann es sich um Nahrungsmittel, zahnärztliche Werkstoffe,
Umwelteinflüsse aus der unmittelbaren Umgebung oder andere Substanzen handeln. Denn Immunreaktionen haben auch systemische Wirkungen wie Knochenabbau oder Osteoporose und Parodontitis.

Professionelle Zahnreinigung

Ähnlich wie bei der Prophylaxe, steht auch bei der Parodontaltherapie ein Programm mit professioneller Zahnreinigung im Zentrum des Geschehens. In diesem Zusammenhang sind zwei Aufgaben zu erfüllen. Zum einem kann sie bereits krankhaft verändertes Zahnfleisch so weit regenerieren, dass ein chirurgischer Eingriff minimiert werden kann und zum anderen hilft sie den Therapieerfolg nach abgeschlossener Parodonthalbehandlung für die Zukunft zu sichern. Des weiteren ist eine eventuelle Beteiligung einer Dysbiose(ungünstige Keimbesiedelung des Darms) am Verlauf der Erkrankung abzuklären.

Zur Diagnostik können EAV oder bestimmte Blutwerte herangezogen werden. Die Therapie erfolgt dann durch eine Ernährungslenkung und Zuführen ausgesuchter Nahrungsergänzungen zur Sanierung der Darmflora und Normalisierung der Blutfettwerte sowie Expositionsvermeidung bei Immunreaktionen.

Parodontaltherapie

Die eigentliche Parodontaltherapie umfasst alle Massnahmen, welche zur Beseitigung von Problemen dienen, die in der Vorbehandlung durch die Prophylaxe nicht beseitigt werden konnten. Dies sind vornehmlich die Behandlungen von tiefen Knochentaschen, welche einer Reinigung nicht zugänglich sind. Diese werden unter Anästhesie von den bakteriellen Anhaftungen gesäubert und können dann besser ausheilen. Bei schwierigen Fällen müssen Defekte auch vereinzelt mit Knochenersatzmaterial gefüllt und mit einer resorbierbaren Membran abgedeckt werden. 

Diese Maßnahmen sollen jedoch auf ein Minimum begrenzt werden.